HT16 betreibt Chancenwucher und geht am Ende leer aus...
(ib)
Mittlerweile komme ich auf über 100 Oberliga Begegnungen, die ich als Zuschauer beim FC Süderelbe besucht habe. Spieler kommen, Spieler gehen. In dieser Zeit fällt es schwer, sich mit Gesichtern anzufreunden, die dann in der nächsten Serie vermutlich nicht mehr an Bord sind. Natürlich freute ich mich beim Besuch des HT 16 auf Rouven Treu, wollte zum Ende ihrer Karriere einen Martin Harnik oder Mattia Maggio noch einmal spielen sehen. 243 zahlende Fans dachten sich vermutlich ähnliches, wurden aber enttäuscht. Außer Rouven Treu fand keiner der genannten Spieler statt, die Gäste dennoch mit überragenden, ersten 45 Minuten. Was fehlte, einer, der den Ball über die Linie bringt. Zu verspielt, zu überhastet
(Treu), der die beste Chance der Gäste vergab. Die Gastgeber eine Stunde lang nicht auf dem Platz. Eine der schwächsten Vorstellungen, die ich in den ganzen Jahren von der Kiesbargtruppe erleben durfte. Die Einwechslungen brachten Schwung, die Gäste zollten, ihrem Anfangs Tempo, immer mehr Tribut. Und so kam es dann, wie von mir in der Pause angesagt. Nach mehreren guten Chancen für den FCS (Alutreffer Stüven, Güraltunkeser) erzielte Blerim Qestaj, das goldene Tor. Wir hatten es draußen bereits vermutet, der FC Süderelbe braucht eine Szene, um das Spiel zu gewinnen. So war es nicht verwunderlich, dass in der letzten Aktion ein Spieler des FC Süderelbe (Hermes) auf der Linie angeschossen wurde (Zahn aus 4m) und der starke Thomas Bauer an der Pfeife dieses Spiel beendete.

© Ingo Brussolo